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Ex-Partnerin und Kinder getötet: Lebenslang für Vierfachmörder von Gunzenhausen
SPIEGEL
Wed, 15 May 2019 18:10

Ex-Partnerin und Kinder getötet: Lebenslang für Vierfachmörder von Gunzenhausen

SPIEGEL
Wed, 15 May 2019 18:10

Weil er seine drei Kinder und deren Mutter tötete, ist ein 31-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Ex-Partnerin und Kinder getötet: Lebenslang für Vierfachmörder von Gunzenhausen
Der Angeklagte habe ein unfassbares Verbrechen begangen, sagte der Vorsitzende Richter.

















Der Angeklagte mit seiner Anwältin Nicole Obert im Ansbacher Gerichtssaal














Mittwoch, 15.05.2019  

19:10 Uhr




Im Prozess um einen Vierfachmord hat das Landgericht Ansbach den Angeklagten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Außerdem stellte das Gericht bei dem 31-Jährigen die besondere Schwere der Schuld fest.




Eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren wäre dann rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen. Der Vorsitzende Richter Claus Körner folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte habe ein unfassbares Verbrechen begangen, sagte er zur Begründung.


Nach Überzeugung des Gerichts tötete Georg K. seine Frau und die drei gemeinsamen Kinder im Alter von 3, 7 und 9 Jahren im fränkischen Gunzenhausen im Juni 2018, weil sich die Frau kurz zuvor von ihm getrennt hatte. Die Verteidigung hatte den Verzicht auf die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert. Der Angeklagte hatte sich nach der Tat vom Balkon der im dritten Stock gelegenen Wohnung gestürzt.














Polizeiabsperrung vor dem Tatort in Gunzenhausen (Foto vom 26. Juni 2018)







Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft handelte es sich dabei aber nicht um einen versuchten Suizid, da er mit den Beinen zuerst und gezielt auf eine Grünfläche gesprungen sei. K. habe sicher sein können, den Sprung zu überleben - er habe vor seinem Schwager fliehen wollen, den er mit einer Finte aus der Wohnung gelockt hatte, um seine Familie auszulöschen.


Fünf Tage vor der Tat soll der Maschinen- und Anlagenführer seine zwei Söhne in deren Kinderzimmer geschlagen haben. Deshalb hatten Polizeibeamte ihm einen Platzverweis für die Wohnung erteilt und ein Kontaktverbot ausgesprochen. Danach soll er nach Angaben der Staatsanwaltschaft geplant haben, seine Familie zu töten.