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Fußball-Bundesliga: Bayern können sich auf Lewandowski verlassen
SPIEGEL
Sat, 21 Sep 2019 16:26

Fußball-Bundesliga: Bayern können sich auf Lewandowski verlassen

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Sat, 21 Sep 2019 16:26

Der FC Bayern macht weiter wie bisher: Er spielte auch gegen Köln nicht herausragend, hatte aber Robert Lewandowski und gewann 4:0.

Fußball-Bundesliga: Bayern können sich auf Lewandowski verlassen
Das Überraschungsteam Freiburg stand sogar zwischenzeitlich auf Platz eins.

















Robert Lewandowski (hinten) erzielte gegen Köln und Sebastiaan Bornauw (vorn) das 1:0














Samstag, 21.09.2019  

17:36 Uhr




FC Bayern - 1. FC Köln 4:0 (1:0)
Kein Team in der Bundesliga-Geschichte konnte öfter beim FC Bayern gewinnen als der 1. FC Köln (neunmal). Ein weiterer Sieg kam für den Aufsteiger am 5. Spieltag allerdings nicht hinzu. Die Münchner ließen den Kölnern zum Start des Oktoberfests keine Chance. Und das lag besonders an Robert Lewandowski.




Der 31-Jährige führte den FC Bayern mit zwei Treffern zum 4:0 (1:0). Schon 140 Sekunden nach Anpfiff traf der Pole zur 1:0-Führung nach Vorarbeit von Joshua Kimmich. Der Stürmer erzielte in seinem 250. Pflichtspiel für die Bayern sein 201. Tor. Eine überragende Quote. Es war Lewandowskis achter Saisontreffer. Er hat jetzt in jedem der ersten fünf Ligaspiele getroffen, was zuletzt Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang in der Saison 2015/2016 gelungen war (und bei den Bayern zuletzt Carsten Jancker 2000/2001).


Der Barcelona-Leihspieler Philippe Coutinho setzte noch einen Freistoß an den Pfosten (14.). Doch danach verflachte das Münchner Spiel. Köln wurde zum Ende der ersten Hälfte etwas mutiger, als Jhon Córdoba (36.) und Florian Kainz (41.) scheiterten.
Kurz nach der Pause war es aber wieder Lewandowski - und wieder traf er nach Vorarbeit von Kimmich (diesmal per Ecke). Saisontor Nummer neun für Lewandowski, der in nunmehr acht Pflichtspielen elfmal getroffen hat. Coutinho wurde dann von Kingsley Ehizibue im Strafraum umgestoßen. Das gab Rot für den Kölner und Elfmeter für Bayern. Den überließ Lewandowski Coutinho - und der machte das 3:0 (62.). Der Brasilianer bereitete dann noch das 4:0 durch Ivan Perisic vor (73.).



Die Kölner Profis übrigens wollten den Abend auf dem Oktoberfest verbringen. Sonderlich viel zu feiern gibt es nicht.


SC Freiburg - FC Augsburg 1:1 (1:1)
Der SC Freiburg ist bisher das Überraschungsteam der Saison. Gegen Augsburg stand die Elf von Trainer Christian Streich zwischenzeitlich sogar an der Tabellenspitze, nachdem Lucas Höler zum 1:0 getroffen hatte (24.). Aber der frühere Freiburger Florian Niederlechner glich aus (39.) - es war schon der dritte Saisontreffer des 28-Jährigen (plus zwei Vorlagen).
Die zweite Hälfte blieb weitgehend ereignislos, bis kurz vor Schluss erst Freiburgs Nikola Höfler (86.) und dann Nils Petersen (88.) jeweils den Pfosten trafen.



Mit dem Remis springt Freiburg, letztes Jahr noch Tabellen-13., vorerst auf Platz zwei. RB Leipzig allerdings kann am Abend gegen Werder Bremen (18.30 Uhr/Liveticker bei SPIEGEL ONLINE, TV: Sky) vorbeiziehen. Auch Borussia Dortmund kann den SC mit einem Sieg gegen Frankfurt am Sonntag (18 Uhr/Liveticker bei SPIEGEL ONLINE, TV: Sky) hinter sich lassen.


Bayer Leverkusen - Union Berlin 2:0 (2:0)
Leverkusen hat eine schlimme Woche hinter sich. Erst das 0:4 in Dortmund in der Liga, dann das 1:2 gegen Lokomotive Moskau in der Champions League. Danach schimpfte Sportgeschäftsführer Rudi Völler über sein eigenes Team ("unterirdisch"), und vielleicht half das ja. Beim Heimspiel gegen Aufsteiger Union hatte Bayer jedenfalls keine Probleme.
Kevin Volland erzielte die 1:0-Führung (20.), nachdem ihm drei Minuten zuvor ein Treffer wegen Abseits aberkannt wurde. Lucas Alario erhöhte kurz darauf mit einem Schuss aus 18 Metern zum 2:0 (25.) gegen sehr, sehr schwache Berliner.
Die Köpenicker mussten die Partie in Unterzahl beenden, weil Sebastian Polter drei Minuten nach seiner Einwechslung hart gegen Julian Baumgartlinger einstieg und dafür Rot nach Einschreiten des Videoassistenten erhielt (66.).


Hertha BSC - SC Paderborn 2:1 (1:0)
Der Tabellenletzte gegen den Vorletzten, das liest sich nach fußballerischer Schonkost. Doch bei der Heimpartie von Hertha BSC gegen den Aufsteiger erzielte Berlins Javairô Dilrosun eines der bisher schönsten Tore der jungen Saison. Der Niederländer dribbelte von der linken Außenlinie über 30 Meter durch die Paderborner Hintermannschaft und traf zum 1:0 (10.). Herthas Linksverteidiger Marvin Plattenhardt hatte den Ball allerdings an die Hand bekommen, bevor er zu Dilrosun sprang. Das Tor zählte trotzdem.



Danach spielte zwar fast nur noch Paderborn (60 Prozent Ballbesitz in Hälfte eins), aber Hertha traf. Wieder war Dilrosun nicht zu halten, flankte auf den aus Dortmund ausgeliehenen Marius Wolf, und der erzielte sein Premierentor für die Berliner (52.).
Eine Minute und 57 Sekunden später aber kam Paderborn zurück: Ben Zolinski traf zum 2:1 (54.). Hertha musste sich am Ende beim Torwart Rune Jarstein bedanken, dass kein weiterer der insgesamt 13 Paderborner Schüsse im Tor landete. So blieb es beim glücklichen Hertha-Sieg. Die Berliner verlassen damit als Tabellen-15. die Abstiegszone.