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Champions League: Der BVB steht im Achtelfinale - weil Inter gegen Barcelona patzt
SPIEGEL
Tue, 10 Dec 2019 21:55

Champions League: Der BVB steht im Achtelfinale - weil Inter gegen Barcelona patzt

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Tue, 10 Dec 2019 21:55

Borussia Dortmund ist ins Achtelfinale der Champions League eingezogen.

Champions League: Der BVB steht im Achtelfinale - weil Inter gegen Barcelona patzt
Der BVB gewann das Heimspiel gegen Slavia Prag - und freute sich über den Erfolg von Barcelonas B-Elf in Mailand.















Ina Fassbender/ AFP

BVB-Trainer Lucien Favre (M.) mit seinen Spielern














Dienstag, 10.12.2019  

22:55 Uhr





Vor dem finalen Gruppenspieltag sprach wenig für Borussia Dortmund - und doch hat es der BVB ins Achtelfinale der Champions League geschafft. Der Bundesligist gewann sein Heimspiel gegen Slavia Prag 2:1 (1:1) und konnte sich im Parallelspiel auf die zuvor so kritisierte B-Elf des FC Barcelona verlassen. Barça trat bei Inter Mailand nur mit drei nominellen Stammspielern an und gewann trotzdem 2:1 (1:1) gegen die an diesem Tag favorisierte Mannschaft aus der Serie A.




Die Hoffnung bekam in Dortmund einen ersten Schub, als Jadon Sancho nach Vorarbeit von Marco Reus früh die Führung erzielte (10. Minute). Der BVB stand zu diesem Zeitpunkt im Achtelfinale und in der 23. Minute wurde die Ausgangsposition noch besser. Carles Perez, als Stürmer der Ersatz für Lionel Messi, traf im Parallelspiel aus kurzer Distanz, weil der Klärungsversuch von Diego Godín gegen Arturo Vidal misslang.


Reus hatte bis dahin zwei Großchancen vergeben (15./23.) und im Laufe der ersten Hälfte wurde deutlich, dass Slavia Prag ein anderes Potenzial zur Verfügung hatte, als in der Bundesliga vor wenigen Tagen Fortuna Düsseldorf bei der 0:5-Pleite in Dortmund. BVB-Torhüter Roman Bürki musste bei drei Paraden (8./21./33.) sein ganzes Können unter Beweis stellen.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff drehte sich die Ausgangslage innerhalb weniger Sekunden zu Ungunsten der Borussia. Tomas Soucek traf für Slavia (43.) und in Mailand war es Torjäger Romelu Lukaku, der mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze das 1:1 für Inter gegen Barcelona erzielte (44.). Zur Pause stand Inter im Achtelfinale und der BVB musste sich mit der Europa League anfreunden.


Brandt erzielt den Siegtreffer


Nach dem Seitenwechsel dauerte es bis zur 61. Minute, ehe sich das Blatt wieder wendete. Sancho passte auf der linken Seite zu Julian Brandt und der erneut im zentralen Mittelfeld aufgebotene Zugang von Bayer Leverkusen traf aus spitzem Winkel zur erneuten Führung.
Die ganze Spannung dieser Gruppe F zeigte sich in den Spielminuten 72 bis 74: In Mailand schoss Lautaro Martínez knapp am linken Pfosten vorbei. In Dortmund vereitelte erneut Bürki eine Prager Großchance und beim anschließenden Eckball kam Ondrej Kudela köpfte freistehend am leeren Tor vorbei. Wenige Sekunden später erzielte Martínez die vermeintliche Führung für Inter, doch der Stürmer stand im Abseits. Insgesamt wurden Inter drei Abseitstore aberkannt.



Bei Barcelona kamen im zweiten Durchgang noch Frenkie de Jong und Luis Suárez sowie Jungstar Ansu Fati und der 17-Jährige krönte die starke Leistung der Gäste mit seinem Tor (87.). Nach einem Doppelpass mit Suárez zog der Stürmer aus 18 Metern ab und der Ball prallte vom Innenpfosten ins Mailänder Tor. Fati ist damit der jüngste Torschütze der Champions-League-Historie.
Der BVB spielte zu diesem Zeitpunkt nur noch zu zehnt, denn Julian Weigl sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot (77.). So wurde es eine kämpferische und hektische Schlussphase, auch weil der BVB beste Konterchancen durch schlechte Passentscheidungen leichtfertig verspielte. Doch der Kampf der Borussia wurde belohnt - und spätestens seit der Bekanntgabe des zweiten Treffers von Barcelona waren auch die Zuschauer im Dortmunder Stadion vom Einzug ins Achtelfinale überzeugt. Der BVB ist am kommenden Montag bei der Auslosung dabei, gespielt wird die nächste Runde dann vom 18. Februar bis zum 18. März an insgesamt acht Spieltagen.